Souveräne IT statt Cloud-Käfig: Wege aus der Abhängigkeit von US-Anbietern

Wie geopolitische Abhängigkeit, Datenzugriffsgesetze und aggressive Preispolitik Ihre Unternehmensdaten gefährden – und was Sie dagegen tun können.

Digitale Souveränität beginnt mit der Cloud: Warum es Zeit ist, US-Dienste kritisch zu hinterfragen

Die Digitalisierung bringt Effizienz, Flexibilität – und Unsicherheit. Die Cloud hat sich in den letzten Jahren zur zentralen Plattform für moderne IT-Infrastrukturen entwickelt. Unternehmen aller Größenordnungen nutzen Dienste wie Microsoft 365, Google Workspace oder Amazon Web Services, um ihre Prozesse zu digitalisieren, die Zusammenarbeit zu erleichtern und Kosten zu sparen. Doch die bequeme Nutzung dieser Dienste hat einen Preis – einen Preis, den viele erst erkennen, wenn es zu spät ist.

  • Wer hat wirklich Zugriff auf Ihre Daten?
  • Was passiert bei geopolitischen Krisen?
  • Wie kalkulierbar sind die Kosten großer US-Anbieter?

Denn, wer sich auf US-Anbieter verlässt, vertraut seine Daten einem System an, das nach anderen Regeln spielt. Die oft zitierte Frage „Wo liegen eigentlich meine Daten?“ reicht längst nicht mehr aus. Die relevantere Frage lautet: Wer hat Zugriff darauf – und unter welchen Umständen?

Der CLOUD Act & die Folgen für europäische Unternehmen

Was ist der CLOUD Act?

Der Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act (CLOUD Act) ist seit 2018 in Kraft und verpflichtet US-Unternehmen wie Microsoft, Google oder Amazon dazu, auf Anfrage Daten an US-Behörden herauszugeben – unabhängig davon, wo sich die Server befinden. Konsequenz:
Selbst wenn Ihre Daten in einem deutschen Rechenzentrum gespeichert sind, kann ein US-Gericht den Zugriff anordnen – ohne dass Sie oder Ihre Kunden informiert werden.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Viele Unternehmen unterschätzen die Risiken einer unsichtbaren Infrastruktur:

Disconnect zwischen IT und Business-Zielen

Was bei US-Cloud-Anbietern passieren kann:

  • Zugriff durch Dritte – ohne Ihr Wissen
  • Ungewollte Datenübertragung in Drittstaaten
  • Automatische Preisanpassungen oder Paketveränderungen
  • Lizenzänderungen, die neue Kosten verursachen
  • Verlust der Kontrolle über Updates & Funktionen

Wenn Ihre gesamte digitale Infrastruktur (E-Mails, Dateien, Kommunikation, Benutzerverwaltung) auf einer externen Plattform läuft, sind Sie faktisch von einem ausländischen Anbieter abhängig.

Kontrolle kostet – Abhängigkeit noch mehr

Nicht nur der Zugriff durch Dritte ist ein Problem. Auch wirtschaftlich gesehen geraten viele Unternehmen in eine Abhängigkeit, die langfristig schwer kalkulierbar ist. Lizenzkosten werden regelmäßig angepasst, Vertragsmodelle ändern sich, Features verschwinden oder werden kostenpflichtig. Hinzu kommt, dass Updates zentral gesteuert werden – ohne Möglichkeit zur Einflussnahme. In diesem Modell ist der Kunde nicht Eigentümer seiner digitalen Arbeitsumgebung, sondern Mieter mit eingeschränkten Rechten. Im Fall von politischen Spannungen, Handelskonflikten oder einfach unternehmenspolitischen Entscheidungen des Anbieters kann die eigene IT-Infrastruktur jederzeit betroffen sein. In Zeiten geopolitischer Unsicherheiten – von Spannungen zwischen den USA und China bis hin zu globalen Lieferkettenproblemen – ist es naiv zu glauben, dass Cloud-Dienste völlig unpolitisch agieren. Was gestern noch als sicher galt, kann morgen bereits eingeschränkt oder teuer werden.

Der Weg zur digitalen Unabhängigkeit: Private Cloud als Schlüssel zur Souveränität

Für Unternehmen, die langfristig planen und Verantwortung für den Schutz ihrer Daten übernehmen möchten, stellt die souveräne Cloud-Infrastruktur eine zukunftssichere Alternative dar. Im Gegensatz zu klassischen Public-Cloud-Angeboten internationaler Anbieter ermöglicht eine Private Cloud die volle Kontrolle über sämtliche Komponenten der IT-Umgebung. Diese Infrastrukturen basieren in der Regel auf dedizierten oder virtualisierten Servern, die in Rechenzentren mit Sitz in Deutschland oder innerhalb der EU betrieben werden. Der Zugriff bleibt dabei auf das Unternehmen selbst oder vertraglich gebundene Dienstleister beschränkt – ohne die juristischen Unsicherheiten des CLOUD Act oder internationaler Datenübertragungen. Anstelle standardisierter Plattformen kommen in solchen Umgebungen bewährte Open-Source-Lösungen wie Nextcloud, Open-Xchange oder Mailcow zum Einsatz. Diese Tools bieten vergleichbare Funktionen wie ihre kommerziellen Pendants – etwa Dateiablage, E-Mail, Kalender, Videokonferenzen oder kollaboratives Arbeiten – jedoch mit deutlich mehr Transparenz und Anpassungsmöglichkeiten. Auch zentrale Dienste wie Benutzerverwaltung, Firewall, VPN, Backup und Archivierung lassen sich nahtlos in eine Private Cloud integrieren.

Souverän umstellen: Struktur statt Schnellschuss

Der Wechsel von einer Public Cloud hin zu einer privaten Infrastruktur erfordert strategisches Vorgehen – ist jedoch mit der richtigen Vorbereitung gut umsetzbar. Idealerweise beginnt der Prozess mit einer Analyse der bestehenden IT-Landschaft und der Ermittlung jener Dienste, bei denen der Handlungsbedarf besonders groß ist – sei es aus Datenschutzgründen, aus Sicherheitsaspekten oder im Hinblick auf langfristige Kostenkontrolle.
Auf dieser Basis kann ein Umzug in Phasen erfolgen: zunächst zentrale Dienste wie Dateiablage und Kommunikation, danach komplexere Systeme wie Benutzerverwaltung oder branchenspezifische Anwendungen. Dabei lassen sich bestehende Datenbestände und Nutzerstrukturen oft problemlos übernehmen. Hybride Szenarien, in denen sensible Daten in der Private Cloud verbleiben und unkritische Workloads temporär in der Public Cloud laufen, sind ebenfalls möglich – solange die technischen und rechtlichen Schnittstellen sauber gestaltet sind.

Kein Konzernprivileg: Warum gerade der Mittelstand profitiert

Lange galten individuelle Cloud-Infrastrukturen als Thema für Konzerne mit großen IT-Abteilungen. Doch der Trend hat sich gewandelt. Dank moderner Virtualisierungstechnologien, wachsendem Datenschutzbewusstsein und kosteneffizienter Hosting-Angebote sind souveräne Cloud-Modelle heute auch für kleine und mittlere Unternehmen wirtschaftlich sinnvoll und realisierbar. Gerade der Mittelstand, der oft besonders innovationsgetrieben und gleichzeitig stark reguliert ist, profitiert von einer unabhängigen IT: Sie schafft Transparenz, reduziert rechtliche Risiken und stärkt die Verhandlungsposition gegenüber externen Dienstleistern. Besonders relevant ist das für Branchen mit sensiblen Daten: im Gesundheitswesen, bei juristischen oder steuerlichen Dienstleistungen, in Forschung, Bildung oder öffentlichen Verwaltungen.

Fazit: Souveränität ist kein Luxus, sondern strategische Notwendigkeit

Digitale Selbstbestimmung bedeutet mehr als nur Datenschutz. Es geht um Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und langfristige Stabilität in einer zunehmend komplexen Welt. Wer heute in souveräne IT-Infrastrukturen investiert, macht sich unabhängig von fremden Interessen, rechtlichen Unsicherheiten und wirtschaftlicher Willkür.
Die gute Nachricht: Es gibt erprobte Wege, Technologien und Partner, mit denen der Wandel zur unabhängigen IT gelingt – Schritt für Schritt, individuell skalierbar und nachhaltig.

Wer seine Daten kontrolliert, kontrolliert sein Geschäft.

Bei KNS begleiten wir Unternehmen auf dem Weg zu mehr Unabhängigkeit – mit Erfahrung, Planungssicherheit und modernen Lösungen. Und mit einem klaren Ziel: Dass Ihre Daten da bleiben, wo sie hingehören – bei Ihnen.

Interesse geweckt? Jetzt den nächsten Schritt gehen.

Sie möchten Ihre IT-Infrastruktur zukunftssicher, rechtskonform und unabhängig gestalten? Wir unterstützen Sie dabei mit fundierter Expertise, praxisbewährten Lösungen und einem klaren Fokus auf Ihre individuellen Anforderungen. Ob Analyse Ihrer aktuellen Cloud-Nutzung, Beratung zu alternativen Plattformen oder die vollständige Migration in eine souveräne IT-Umgebung – wir begleiten Sie ganzheitlich und auf Augenhöhe. Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Erstgespräch und lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie Ihre IT-Struktur sicher, skalierbar und kontrollierbar wird – heute und morgen.

Lassen Sie uns über Ihre IT sprechen

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HellBa Success Story

Die HellBa Kunststoffe GmbH hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2009 von einem reinen Händler zu einem etablierten Verarbeiter technischer Kunststoffe entwickelt. Das Unternehmen, spezialisiert auf den Handel und die Verarbeitung von technischen Kunststoffen für industrielle Anwendungen, stand vor der Herausforderung, seine IT-Landschaft zu modernisieren und den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Mit Unterstützung des IT-Dienstleisters KNS-IT hat HellBa eine eindrucksvolle digitale Transformation durchlaufen, die das Unternehmen sowohl technologisch als auch operativ revolutioniert hat.

„Unsere IT-Landschaft war früher sehr rudimentär. Die Verbesserungen durch die Umstrukturierung unserer IT sind vergleichbar mit einem Sprung von der Kreisliga in die Champions League,“ erklärt der Geschäftsführer. „Unsere Arbeit war stark papierlastig und unsere IT-Ausstattung bestand nur aus den grundlegendsten Elementen.“ Die Defizite in der IT-Infrastruktur verlangten nach einer umfassenden Neugestaltung."
Bashkim Bajrami
Geschäftsführer

Phase 1: Die Grundlagen schaffen

In Phase 1 konzentrierte sich HellBa darauf, die Grundlagen zu schaffen. In Zusammenarbeit mit KNS-IT wurde eine umfassende Domänenstruktur aufgebaut, die eine solide Basis für die zukünftige Entwicklung legte. Eine sichere Vernetzung der Standorte, die Migration der Server auf eine virtuelle Umgebung und die Einführung eines Backup-Systems gewährleisteten eine zuverlässige IT-Infrastruktur.

Zentrale Benutzerverwaltung

Als die Partnerschaft mit KNS-IT 2018 begann, verfügte HellBa über keine kohärente IT-Infrastruktur. Das Unternehmen arbeitete ohne Domänenstruktur und nutzte lediglich einen kleinen Server für die Sage-Anwendung sowie TeamViewer für die tägliche Remotearbeit auf den Anwendungsservern. Als erster Schritt wurde eine umfassende Domänenstruktur aufgebaut, die eine solide Grundlage für die zukünftige Entwicklung legte.

Vernetzung

Die Standorte wurden mittels einer sicheren Wireguard-Verbindung miteinander vernetzt, was eine reibungslose Kommunikation ermöglicht. Über VPN-Lösungen erhielten die Mitarbeiter die Möglichkeit, auch von zu Hause aus produktiv zu arbeiten. Die Einführung von Sicherheitsrichtlinien stellte sicher, dass die Systeme stabil, zuverlässig und auf aktuellem Stand der Technik sind.

Virtuelle Umgebung

Ein umfassendes Hardware-Upgrade ermöglichte die Migration der Server auf eine virtuelle Umgebung mit ESX und die Implementierung von virtuellen Maschinen.

Zugriffsschutz: Ein Fileserver mit einer detaillierten Berechtigungsstruktur gewährleistet eine sichere Datenverwaltung.

Datensicherheit: Zusätzlich wurde ein Backup-System implementiert, um die Datensicherheit zu gewährleisten.

"Es gab separate Zuständigkeiten für Netzwerktechnik, ERP-Systeme, Telefonanlagen und sogar die Versandsoftware, was zu einer fragmentierten und ineffizienten IT-Struktur führte. Diese Zersplitterung verursachte erhebliche Performanceschwächen und führte dazu, dass viele Initiativen zur Modernisierung unserer Systeme scheiterten. Die Situation war so unbefriedigend, dass wir uns schließlich entschlossen, einen grundlegenden Wandel vorzunehmen. Bereits 2019 begannen wir mit den Vorbereitungen für eine umfassende IT-Überholung, die wir 2020 erfolgreich umsetzten. Diese Umstellung war notwendig, um die Effizienz und Leistungsfähigkeit unserer IT-Infrastruktur deutlich zu steigern und unsere Unternehmensprozesse nachhaltig zu verbessern."

Phase 2: Optimierung der Arbeitsabläufe

"Zu Beginn des Umstellungsprozesses unserer IT-Systeme hatte ich keine konkrete Vorstellung von der spezifischen Technik, die wir benötigen würden. Mein Ziel war jedoch klar, bestimmte ineffiziente Praktiken zu eliminieren, wie beispielsweise den Umgang mit Papierrechnungen im Eingangsbereich.
Ich wusste, was ich erreichen wollte – eine Digitalisierung dieser Prozesse. Die Lösungsansätze entstanden durch ein kreatives Zusammenspiel mit KNS-IT. Es war ein iterativer Prozess, bei dem wir gemeinsam Ideen entwickelten und erprobten, welche technischen Möglichkeiten am besten zu unseren Bedürfnissen passen würden. Diese Zusammenarbeit hat sich als äußerst fruchtbar erwiesen, denn seit der Einführung unserer neuen Systeme im Jahr 2020 haben wir die Art und Weise, wie wir arbeiten, revolutioniert. Dieser Wandel hat nicht nur zu einer effizienteren Bearbeitung geführt, sondern auch die Zufriedenheit im Team signifikant erhöht, da viele manuelle und zeitraubende Tätigkeiten automatisiert wurden."

Terminalserver und Sage:

Um die Effizienz zu steigern, wurde die Sage-Anwendung von lokalen Clients auf einen Terminalserver verlagert, was zu einer deutlichen Verbesserung der Arbeitsgeschwindigkeit führte. Dadurch ergeben sich für HellBa nun folgende Vorteile:

  1. Zentrale Verwaltung:
    Die Anwendung wird zentral verwaltet, wodurch Updates und Wartungsarbeiten effizient durchgeführt werden können. Das reduziert den administrativen Aufwand und minimiert Ausfallzeiten.

  2. Optimierte Arbeitsgeschwindigkeit:
    Mitarbeiter greifen über den Terminalserver auf eine einheitliche, leistungsfähige Infrastruktur zu, was zu einer spürbaren Verbesserung der Arbeitsgeschwindigkeit führt.

  3. Erhöhte Sicherheit:
    Da sensible Daten nur auf dem zentralen Server gespeichert werden, erhöht sich die Datensicherheit und Compliance. Zugriffsrechte können präzise verwaltet werden.

  4. Remote-Zugriff:
    Mitarbeiter können von verschiedenen Standorten und sogar aus dem Homeoffice auf die Sage-Anwendung zugreifen, ohne Einbußen bei der Geschwindigkeit oder Sicherheit hinnehmen zu müssen.

E-Mail-Archivierung

KNS-IT implementierte eine umfassende E-Mail-Archivierung und migrierte den Mailserver zu Office 365, was eine nahtlose Integration von Outlook und Teams ermöglichte. Durch die Implementierung einer umfassenden E-Mail-Archivierung werden alle geschäftsrelevanten E-Mails zentral und sicher archiviert. Die Archivierung gewährleistet die Einhaltung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten, indem alle ein- und ausgehenden E-Mails manipulationssicher gespeichert werden. Im Falle versehentlich gelöschter oder verlorener E-Mails können diese problemlos aus dem Archiv wiederhergestellt werden. Ein leistungsstarkes Suchsystem ermöglicht es den Mitarbeitern, schnell und effizient nach bestimmten E-Mails zu suchen, was die Produktivität steigert. 

Migration zu Office 365

Dank der nahtlosen Integration von Outlook und Teams können Mitarbeiter mühelos auf E-Mails, Kalender und Kontakte zugreifen sowie sofort Nachrichten und Video- oder Audioanrufe über Microsoft Teams starten. Gemeinsame Kalender und Kontakte fördern die Zusammenarbeit und optimieren die Terminplanung. Die Cloud-basierte Lösung ermöglicht den Zugriff auf E-Mails und Dateien von überall.

Sicherheit und Compliance:
Office 365 bietet fortschrittliche Sicherheits- und Compliance-Funktionen, darunter Mehrstufige Authentifizierung, DLP (Data Loss Prevention) und E-Mail-Verschlüsselung, die HellBa beim Schutz sensibler Daten unterstützen. Die skalierbare Architektur von Office 365 ermöglicht es HellBa, Dienste je nach Bedarf anzupassen, und bietet flexible Preismodelle.

KNS berät und unterstützt bei der Implementierung und Anwendung der Sicherheit- und Compliance-Funktionen. 

Proaktives Monitoring

Mit der Einführung von PRTG wurde ein Systemmonitoring implementiert, das eine proaktive Überwachung der IT-Infrastruktur sicherstellt. Diese Lösung überwacht kontinuierlich alle wichtigen Netzwerkkomponenten, Server, virtuellen Maschinen und Anwendungen, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.

Die Überwachung der Server-Performance und Speicherauslastung ermöglicht die Identifizierung potenzieller Ausfälle und die Durchführung präventiver Wartungsarbeiten. Kritische Schwellenwerte für CPU, RAM und Festplattenspeicher lösen automatische Benachrichtigungen an das IT-Team aus.

Virtuelle Maschinen: Virtuelle Maschinen auf der ESX-Plattform werden überwacht, um einen effizienten und sicheren Betrieb zu gewährleisten.

Anwendungs- und Service-Monitoring: Anwendungen wie Sage, Office 365 und Terminalserver werden kontinuierlich überwacht, um Probleme wie fehlerhafte Anmeldungen, Verbindungsprobleme oder Leistungseinbrüche frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Alarmierung und Berichterstellung: PRTG informiert das IT-Team sofort per E-Mail, SMS oder Push-Benachrichtigung bei Problemen. Detaillierte Berichte und Dashboards bieten einen schnellen Überblick über die IT-Infrastruktur.

Vorteile für HellBa:

In Phase 2 lag der Fokus auf der Optimierung der Arbeitsabläufe. Die Verlagerung der Sage-Anwendung auf einen zentralen Terminalserver führte zu einer deutlichen Verbesserung der Arbeitsgeschwindigkeit. Durch die Implementierung einer umfassenden E-Mail-Archivierung und die Migration des Mailservers zu Office 365 konnten die Kommunikations- und Kollaborationsmöglichkeiten erheblich verbessert werden. Eine proaktive Überwachung der IT-Infrastruktur mittels PRTG ermöglichte es HellBa, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

"Unsere Prozesse haben sich seit 2018 drastisch verändert und sind heute nahezu vollständig digitalisiert. Ein Beispiel ist der Umstieg von Microsoft Office zu Microsoft 365, der uns eine flexiblere und effizientere Arbeitsweise ermöglicht hat. In der Fertigung haben wir die Planung und Durchführung komplett digitalisiert. Unsere Mitarbeiter nutzen jetzt Tablets direkt an den Maschinen, was die Notwendigkeit von Papier nahezu eliminiert hat. Wir sind von einem 100% papierbasierten System zu einem 98% papierlosen System übergegangen. Konkrete Verbesserungen zeigen sich überall: Die Buchhaltung ist vollständig digitalisiert, von der Verarbeitung von Eingangsrechnungen bis zur Kommunikation mit unserem Steuerberater, der jetzt monatlich digital über DATEV mit Dokumenten versorgt wird. Früher wurden diese Dokumente physisch in Schuhkartons gesammelt und zum Steuerberater gebracht. Auch unsere Auftragsverwaltung und die gesamte Dokumentation der Fertigungsprozesse sind jetzt digital. Das hat nicht nur unsere internen Abläufe beschleunigt, sondern auch die Kommunikation und den Informationsfluss zwischen den Abteilungen verbessert. Die digitale Transformation hat unsere Arbeitsweise revolutioniert, und das Feedback der Mitarbeiter ist durchweg positiv; sie können sich kaum noch vorstellen, zu den alten Methoden zurückzukehren. Diese Veränderungen haben unsere Produktivität erheblich gesteigert und tragen dazu bei, dass wir agiler und wettbewerbsfähiger am Markt agieren können."

Phase 3: Umzug und Modernisierung

Umzug nach Velbert:
Beim Umzug von Ratingen nach Velbert unterstützte KNS-IT HellBa bei der Konzeption und Planung, sowie der Einrichtung einer neuen Infrastruktur. Cisco-Switches und Ubiquiti-WiFi-Lösungen sorgten für eine stabile und schnelle Netzwerkverbindung. Ein neues Zeiterfassungssystem mit Transponderkartentechnologie wurde implementiert, und in Zusammenarbeit mit Ostertag wurde die DECT-Telefonie erweitert.

Kamerasysteme:
KNS-IT installierte ein neues Kamerasystem, das die spezifischen Anforderungen des Unternehmens erfüllte. Es ermöglicht eine zuverlässige Überwachung der Außenbereiche und trägt zur Sicherheit der Standorte bei.

 

Digitalisierung der Fertigung:

Die Arbeitsabläufe in der Fertigung wurden mittels fachspeziefischer Software digitalisiert, und die Maschinen wurden mit Tablets ausgestattet. Dadurch werden Aufträge jetzt digital übermittelt, Lagerbestände automatisch aktualisiert und Arbeitsfortschritte in Echtzeit erfasst.

Investitionen in Maschinen:
Durch die Investition in neue Maschinen wie die Schelling-Säge konnte die Produktivität erheblich gesteigert und der Materialverschnitt minimiert werden.

Kontinuierliche Betreuung und persönlicher Service

Ein Schlüsselfaktor für den Erfolg von HellBa war die persönliche Betreuung durch KNS-IT. Jeder Kunde erhält einen festen Ansprechpartner, der sowohl die technischen Aspekte kennt als auch die individuellen Anforderungen des Unternehmens versteht. Diese enge Bindung gewährleistet Vertrauen und Kontinuität in der Zusammenarbeit.

"Von 2020 bis 2023 konnten wir ein Umsatzwachstum von nahezu 50% verzeichnen, und das mit derselben Anzahl an Mitarbeitern in Verwaltung und Vertrieb. Das zeigt, wie stark die Produktivität pro Mitarbeiter gestiegen ist. Wir haben das Arbeitsvolumen gesteigert, ohne das Team entsprechend vergrößern zu müssen. Tatsächlich haben wir durch die Umstellung auf eine Teilzeitkraft sogar eine halbe Stelle eingespart, während wir gleichzeitig den Umsatz deutlich steigerten. Diese Entwicklungen waren messbar und haben uns gezeigt, dass die Investitionen in die IT nicht nur die tägliche Arbeit erleichtern, sondern auch direkte finanzielle Vorteile bringen."
„Wenn es wirklich kritisch wird, kann ich mich darauf verlassen, dass sie zur Stelle sind, egal zu welcher Uhrzeit oder an welchem Wochentag,“ betont der Geschäftsführer. „Diese Verlässlichkeit ist für mich von unschätzbarem Wert.“

Ergebnisse und Vorteile

Die umfassende Unterstützung von KNS-IT hat zu signifikanten Verbesserungen bei HellBa geführt:

Effizienz

Durch die Digitalisierung der Prozesse wurde die Effizienz deutlich gesteigert, was sich in einem Umsatzwachstum von fast 50% von 2020 bis 2023 widerspiegelt.

Kommunikation

Die Einführung von Office 365 und Teams hat die Zusammenarbeit und Kommunikation im Unternehmen gestärkt.

Produktivität

Die Investition in neue Maschinen und die Digitalisierung der Arbeitsabläufe führten zu einer erheblichen Steigerung der Produktionskapazität und Auslastung.

Remote-Arbeit und Sicherheit

Dank VPN-Lösungen und zentralisierter IT-Struktur können Mitarbeiter sicher von zu Hause arbeiten.

„Die messbaren Verbesserungen durch unsere digitalisierten Prozesse sind signifikant und beeinflussen mehrere Aspekte unseres Unternehmens. Die Effizienzsteigerung zeigt sich auch in unserem Umsatzwachstum.“
„Früher musste man physisch auf den Speicher steigen und mühsam die Ablage aus vergangenen Jahren durchsuchen, heute erreichen wir das gleiche Ergebnis mit ein paar Klicks.“

Dank der Zusammenarbeit mit KNS-IT hat sich HellBa zu einem modernen, effizienten Verarbeiter technischer Kunststoffe entwickelt. Die klare Problemdefinition, zielgerichtete Lösungsansätze und die enge Zusammenarbeit mit KNS-IT waren dabei entscheidend. Der Wandel von einer rudimentären zu einer nahezu umfassend integrierten IT-Landschaft zeigt, dass selbst ein etablierter Mittelständler durch gezielte Innovationen seine Prozesse revolutionieren kann.

Bashkim Bajrami

Geschäftsführer

HellBa Kunststoffe GmbH

„Unsere digitale Transformation ist ein kontinuierlicher Prozess, bei dem wir ständig bestrebt sind, Neuerungen zu implementieren und unsere Abläufe weiter zu optimieren,“ resümiert der Geschäftsführer. „Dieser proaktive Ansatz hat sich als äußerst erfolgreich erwiesen und ermöglicht es uns, agil und zukunftsorientiert zu bleiben.“