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SPAM-Emails

SPAM-Emails

Spam-E-Mails einfach erklärt

Spam-E-Mails sind unerwünschte Nachrichten, die häufig automatisiert und in großer Zahl versendet werden. Sie enthalten beispielsweise Werbung, zweifelhafte Angebote, betrügerische Aufforderungen oder Links zu schädlichen Webseiten.

Nicht jede Spam-Nachricht ist unmittelbar gefährlich. Allerdings nutzen Cyberkriminelle den Massenversand häufig, um Zugangsdaten zu stehlen, Schadsoftware zu verbreiten oder Empfänger zu Zahlungen zu bewegen.

Woran erkennt man Spam-E-Mails?

Typische Merkmale sind:

  • unbekannte oder auffällige Absender
  • unerwartete Werbung oder Gewinnversprechen
  • unpersönliche Anrede
  • ungewöhnliche Sprache oder Rechtschreibfehler
  • künstlicher Zeitdruck
  • verdächtige Links
  • unerwartete Dateianhänge
  • Aufforderungen zur Eingabe persönlicher Daten
  • angeblich dringende Zahlungsforderungen
  • abweichende Absender- und Antwortadressen

Ein einzelnes Merkmal beweist noch nicht, dass eine Nachricht schädlich ist. Mehrere Auffälligkeiten zusammen sollten jedoch Anlass zu besonderer Vorsicht geben.

Wie gelangen Spammer an E-Mail-Adressen?

E-Mail-Adressen können auf unterschiedlichen Wegen in Verteiler gelangen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • öffentlich sichtbare Adressen auf Webseiten
  • veröffentlichte Kontaktlisten
  • Datenlecks bei Unternehmen oder Onlinediensten
  • kompromittierte Benutzerkonten
  • unseriöse Gewinnspiele und Formulare
  • gekaufte oder weitergegebene Adresslisten
  • automatisch erzeugte Adresskombinationen

Auch eine Adresse, die nur selten veröffentlicht wurde, kann daher Spam erhalten.

Was ist der Unterschied zwischen Spam und Phishing?

Spam bezeichnet grundsätzlich unerwünschte Massen-E-Mails. Dabei kann es sich um lästige Werbung, aber auch um betrügerische Inhalte handeln.

Phishing verfolgt ein konkretes Angriffsziel. Die Nachricht soll den Empfänger beispielsweise dazu bringen:

  • ein Passwort einzugeben
  • eine gefälschte Anmeldeseite zu öffnen
  • eine Überweisung auszuführen
  • einen schädlichen Anhang zu starten
  • vertrauliche Informationen weiterzugeben

Eine Phishing-Mail kann als Spam massenhaft versendet werden. Gezielte Phishing-Angriffe richten sich dagegen häufig an bestimmte Personen oder Unternehmen und wirken deshalb oft glaubwürdiger.

Welche Gefahren gehen von Spam-E-Mails aus?

Schadsoftware

Anhänge oder verlinkte Downloads können Schadsoftware enthalten. Dazu gehören beispielsweise Trojaner, Ransomware oder Programme zum Ausspähen von Zugangsdaten.

Nicht nur ausführbare Dateien können gefährlich sein. Auch manipulierte Office-Dokumente, Archive oder andere Dateiformate können für Angriffe verwendet werden.

Diebstahl von Zugangsdaten

Gefälschte Anmeldeseiten imitieren bekannte Dienste wie Microsoft 365, Banken, Paketdienste oder Onlineshops.

Gibt ein Benutzer dort seine Zugangsdaten ein, werden diese direkt an die Angreifer übermittelt.

Betrug und Zahlungsaufforderungen

Manche Nachrichten enthalten gefälschte Rechnungen, angebliche Mahnungen oder Aufforderungen zu dringenden Überweisungen.

Im Unternehmensumfeld können Angreifer außerdem vorgeben, eine Führungskraft, ein Geschäftspartner oder ein Lieferant zu sein.

Bestätigung einer aktiven Adresse

Eine Antwort auf Spam oder das Anklicken bestimmter Links kann dem Absender bestätigen, dass die E-Mail-Adresse aktiv verwendet wird. Dadurch kann das Spam-Aufkommen weiter steigen.

Wie funktionieren Spam-Filter?

Spam-Filter untersuchen eingehende Nachrichten anhand verschiedener technischer und inhaltlicher Merkmale.

Geprüft werden beispielsweise:

  • Reputation des Absenders
  • Herkunft des versendenden Servers
  • technische E-Mail-Authentifizierung
  • bekannte schädliche Links
  • auffällige Anhänge
  • typische Spam-Formulierungen
  • Versandverhalten
  • Ähnlichkeit mit bekannten Angriffskampagnen

Verdächtige Nachrichten werden blockiert, markiert oder in einen Spam- beziehungsweise Quarantäneordner verschoben.

Kein Filter erkennt jedoch alle schädlichen Nachrichten. Gleichzeitig können legitime E-Mails fälschlicherweise aussortiert werden.

SPF, DKIM und DMARC

Unternehmen können ihre E-Mail-Domains mit technischen Verfahren gegen Absendermanipulation absichern.

  • SPF legt fest, welche Server E-Mails für eine Domain versenden dürfen.
  • DKIM versieht ausgehende Nachrichten mit einer digitalen Signatur.
  • DMARC definiert, wie empfangende Systeme mit Nachrichten umgehen sollen, die diese Prüfungen nicht bestehen.

Diese Verfahren erschweren das Fälschen einer Unternehmensdomain. Sie verhindern jedoch nicht, dass Angreifer ähnlich aussehende Domains oder kompromittierte Konten verwenden.

Wie sollten Benutzer mit Spam umgehen?

Bei einer verdächtigen Nachricht sollten Benutzer:

  • keine Links anklicken
  • keine Anhänge öffnen
  • nicht antworten
  • keine persönlichen Daten übermitteln
  • den Absender nicht über die Nachricht kontaktieren
  • die E-Mail als Spam oder Phishing melden
  • verdächtige Inhalte an die IT-Abteilung weitergeben

Soll eine angebliche Aufforderung geprüft werden, sollte der Absender über einen bekannten und unabhängigen Kontaktweg erreicht werden.

Wurden Zugangsdaten bereits eingegeben, sollte das betroffene Kennwort sofort geändert und die IT-Sicherheit informiert werden. Bei geschäftlichen Konten müssen außerdem aktive Sitzungen, Weiterleitungsregeln und ungewöhnliche Anmeldungen überprüft werden.

Wie können Unternehmen Spam reduzieren?

Technische und organisatorische Maßnahmen sollten miteinander kombiniert werden:

  • professioneller Spam- und Malware-Filter
  • SPF, DKIM und DMARC
  • Multi-Faktor-Authentifizierung
  • regelmäßige Awareness-Schulungen
  • einfache Meldefunktion für verdächtige E-Mails
  • Blockierung riskanter Dateitypen
  • Prüfung von Links und Anhängen
  • Überwachung ungewöhnlicher Anmeldungen
  • klare Prozesse für Zahlungsanforderungen
  • Schutz öffentlich sichtbarer E-Mail-Adressen

Besonders wirksam sind Sicherheitsmaßnahmen, die auch dann greifen, wenn ein Benutzer eine überzeugend gestaltete Nachricht nicht sofort als Angriff erkennt.

Fazit

Spam-E-Mails sind unerwünschte Nachrichten, die von lästiger Werbung bis zu gefährlichen Betrugs- und Phishing-Versuchen reichen können.

Spam-Filter reduzieren einen großen Teil dieser Nachrichten, bieten aber keinen vollständigen Schutz. Unternehmen benötigen deshalb zusätzlich sichere E-Mail-Konfigurationen, Multi-Faktor-Authentifizierung, klare Meldewege und sensibilisierte Mitarbeitende.

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